Yoga


Geschichte des Yoga

Yoga hat eine sehr lange Geschichte. Man geht davon aus, dass die ältesten Zeugnisse bereits aus dem 3. Jh. v. Chr. stammen.

Seit dieser Zeit hat sich die Bedeutung des Yoga immer wieder verändert. Ursprünglich war der Yoga eingebettet in den religiösen Kontext der brahmanischen Tradition.
In der klassischen Periode löste sich Yoga aus dem rein religiösen Umfeld und bekam einen mehr philosophischen Charakter mit stark meditativer Ausprägung. Der sogenannte Hatha-Yoga entwickelte sich erst viel später (ab ca. 1000 n. Chr.).

Zu Beginn des 20. Jh. erfuhr der Yoga eine Renaissance in Indien: man besann sich auf die Wurzeln der eigenen Kultur.

Wissenschaftliche und medizinische Methoden aus dem Westen inspirierten bekannte Yogalehrer wie z.B. Swami Kuvalayananda, die Wirkungen einzelner Yogaübungen zu erforschen und ihren Einfluss auf die Heilung körperlicher und seelischer Beschwerden zu untersuchen, sowie die Praktiken gezielt therapeutisch einzusetzen. Das Gesundheitsministerium der indischen Regierung unterstützte Projekte des Kaivalyadhama Instituts S.M.Y.M. in Lonavla, welches 1924 von S. Kuvalayananda gegründet wurde. Ein weiterer Vertreter und Pionier des modernen Yoga war T. Krishnamacharya. Er hielt die von ihm ausgebildeten Yogalehrer an, die Übungen des Yoga individuell so anzupassen, dass für die Menschen der größte Nutzen daraus entspringt:


Lehre das, was in Dir ist. Nicht, wie es dir selbst entspricht, sondern dem anderen.

Unter dem Begriff Yoga wird gegenwärtig ein weites Spektrum von unterschiedlichen Stilen vereinigt.


Bild - Yogafigur 1
Bild - Yogafigur 2

Die Elemente meines Yogaunterrichts sind:

  • Asana: Körperübungen, die achtsam, kräftigend und dehnend in Verbindung mit dem Atem ausgeführt werden. Dabei werden Aspekte der Spiraldynamik mit einbezogen. Korrekturen, Anpassungen und Hilfestellungen ermöglichen auch Menschen mit Einschränkungen die Teilnahme an den Kursen.
  • Pranayama: Atemübungen beruhigen das Nervensystem und unterstützen die übende Person darin, sich zu zentrieren und zu entspannen. Die Anleitung erfolgt sensibel und schrittweise aufbauend. Als Bindeglied zwischen Körper und Geist spielt das bewusste Atmen eine wichtige Rolle, Stress zu reduzieren und auf die Meditation vorzubereiten.
  • Dhyana: Meditation umfasst differenzierte Methoden des Geistestrainings mit unterschiedlichen Zielsetzungen wie z.B. Entspannung, Stille, tiefe Selbsterkenntnis und geistige Freiheit. Ich greife bei meinen Unterweisungen auf Meditationsformen der Yogatradition und auf die Achtsamkeitspraxis der buddhistischen Überlieferung zurück.
  • Reflexion ermöglicht Transformation. In tiefer Entspannung gewonnene Erkenntnisse haben das Potenzial, positive Veränderungen im Leben hervorzurufen.

Dein wertvollster Diamant ist der innere Meister.
Er spiegelt Dir den Glanz der unendlichen Klarheit und Freiheit.

(Remo Rittiner)

Yogatherapie


Im Einzelsetting wird das Yogaprogramm individuell nach den Möglichkeiten und Bedürfnissen der Klientin / des Klienten zusammengestellt und anschließend zu Hause praktiziert. Dadurch werden die Beschwerden gezielt angesprochen und der Selbstheilungsprozess unterstützt. Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass eine korrekt ausgeführte Yogapraxis therapiebegleitend sinnvoll ist. Daher empfehle ich, den Arzt oder die Therapeutin in die Überlegung, Yogatherapie-Einzelstunden zu nehmen, mit einzubeziehen.


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Indikationen für Yogatherapie:

  • Bewegungs- und strukturelle Probleme (Haltung, Nacken-, Hüft- und Kniebeschwerden)
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Stress, Burnout
  • Seelische Erkrankungen (z.B. Ängste, Panik, Depression etc.)
  • Stabilisierung der Persönlichkeit / Wiedererlangen des seelischen Gleichgewichts
  • Begleitende Yogatherapie bei Krebserkrankungen

Termine nach Vereinbarung

Meditation


Meditation ist eine innere Begegnung mit sich selbst. Sie ist noch persönlicher als die Körper- und Atemübungen des Yoga.

Bei der Auswahl der Meditationsform geht es darum, die zur betreffenden Person passende Übungsform zu finden. Meistens wird es auch nicht bei einer Übung bleiben, denn mit der persönlichen Entwicklung verändert sich auch die Haltung gegenüber dem Meditationsgegenstand, und eine weitergehende Anpassung wird erforderlich.

Die Praxis der Meditation ist nicht auf den Zusammenhang mit Yoga begrenzt: es gibt in allen Kulturen Formen der inneren Betrachtung, Kontemplation und Stille.

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Insbesondere westliche, buddhistisch geprägte MeditationslehrerInnen haben sehr viel dazu beigetragen, die Praxis der Achtsamkeit und Stille für Menschen des Abendlandes zugänglich zu machen. Die Verbindung östlicher Techniken mit psychologisch fundiertem Hintergrund spielt dabei eine große Rolle.

Es gibt – wie auch zu Yoga – viele statistische und wissenschaftliche Untersuchungen über die Wirksamkeit von Meditation, z.B. bei Stress, bei der Entwicklung von Mitgefühl etc.

Aus dem religiösen Kontext gelöst, kann Meditation unabhängig von der Konfession von jedem Menschen geübt werden, wenn die gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Wenn der geübte Geist in der Lage ist, allein im inneren Licht zu ruhen, frei davon, noch irgendetwas zu wollen, dann hat er den Zustand des Yoga erreicht.“

(Bhagavad Gita übers. von R. Skuban)

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Im Mittelpunkt meiner Angebote steht der Mensch mit seinem Wunsch, heil zu werden: Die Integration von Körper, Atem, Geist und Seele.





Video: Remo Rittiner über mich.

Zu meiner Person

1995 habe ich eine fundierte, traditionelle Yogalehr-Ausbildung bei der Gesellschaft für Geisteswissenschaftliche Fortbildung abgeschlossen. Die Ausbildung erfüllt die Richtlinien des Berufsverbandes der Yogalehrenden in Deutschland e.V.

Fortbildungen und Seminare zu speziellen philosophischen Themen und Übungspraktiken bei Dr. M. L. Gharote, dem damaligen Direktor des renommierten Kaivalyadhama Instituts in Lonavla / Indien (Gründung durch S. Kuvalayananda im letzten Jh.).

In Einzelsitzungen habe ich die Arbeit von R. Sriram kennengelernt, einem Schüler von T.K.V. Desikachar in der Tradition von T. Krishnamacharya.

2014 bin ich Remo Rittiner begegnet, der mit Ayuryoga einen Yogaweg begründete, der Tradition mit modernen, anatomisch und medizinisch fundierten Grundlagen verbindet. 2018 Abschluss der Ayur-Yogatherapie-Ausbildung nach R. Rittiner.

Langjährige Erfahrung in Meditationsformen des Yoga und der buddhistischen Überlieferungen (Kurse u.a. bei M. Mannschatz und C. Feldman).

Intensive Beschäftigung mit der Verbindung östlicher und westlicher Konzepte der Psychologie (u.a. Psychoanalyse, Körperarbeit etc.).

Termine


Fortlaufende Kurse

Montag: 20:10 - 21:10

Shunya - Aixerstraße 68
72072 Tübingen

Donnerstag: 19:30 - 20:45

Freie Waldorfschule (Waldbau) - Rotdornweg 30
72076 Tübingen

Kontakt

Dr. Thomas Kapr
Eduard-Spranger-Straße 52 / 1
72076 Tübingen

Tel.: +49 160 9620 1192
mail(at)yoga-kapr.de